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Reviews

Grimoire of Zero - Volume 1 - Review

Endlich kam ich dazu, das erste Volume von Grimoire of Zero zu schauen, denn mein Interesse war schon lange vorhanden. Doch kam es eigentlich eher daher, dass ich sehr viele negative Dinge zu dieser Serie hörte. So zum Beispiel kam es recht schlecht in einem vergangenen Podcast an, als Jojo und Matze darüber sprachen und das, obwohl die Vorlage, die namensgleiche Light Novel, in Japan ein wahrer Schatz sein soll. So gewann die Light Novel den Höchstpreis bei den zwanzigsten Dengeki Novel Awards 2013; und deshalb und wegen dem verantwortlichen Animestudio - White Fox, die man unter anderem wegen Steins;Gate oder Re:Zero kennen sollte - herrschten bei vielen große Erwartungen an Grimoire of Zero. Vielleicht zu hoch? Ich weiß es nicht, denn ich muss sagen: Mir haben die ersten vier Folgen bisher sehr gefallen!

In Grimoire of Zero geht es um die Hexe mit dem Codenamen Zero, die das mächtige und namensgebende Zaubererbuch “Grimoire of Zero” schrieb, was es Hexen und Hexern ermöglicht, die kräftige Magie zu wirken. So gibt es in der Welt von dieser Serie zwei Arten von Zaubern: die klassische Zauberei, welche nur durch Symbole beschwört werden kann und die Magie, welche man sofort nur durch einen Zauberspruch wirken kann. Wie ich es versuche zu erklären, mag es etwas seltsam klingen, da Magie und Zauberei ja ungefähr das gleiche in vielen Geschichten bedeuten, aber vertraut mir, dass, wenn ihr die Serie selbst schaut, da wahrscheinlich viel eher durchblicken werdet, da alles haarklein erklärt wird und ich hier bin für eine Rezension und keine Wiedergabe der Handlung; nur für einen kurzen Ausblick in diese. Jedenfalls trifft die weltfremde Zero auf einen bislang namenslosen Tiermenschen, wovon es zahlreiche in dieser Welt gibt, sie jedoch verachtet werden. Der liebenswürdige Tiermensch jedoch, möchte eigentlich nur ein friedliches Leben haben und hätte am liebsten, um nicht weiter ständig schiefe Blicke von den Menschen zu bekommen, einen Menschenkörper, den er von Zero versprochen bekommt, wenn er sie dabei begleitet, ihr Buch zurückzuholen. Wenig später treffen sie noch auf den dritten Gefährten der Protagonistenrunde, ein junger und recht femininer Hexer mit dem Codenamen Albus. Sobald sich alle gefunden haben, beginnt unsere vorerst recht episodische Reise durch das Land von Grimoire of Zero.

Und lasst es mich noch einmal sagen: Bisher habe ich diese Reise sehr genossen. Der große, große Verkaufspunkt dieser Serie liegt in den drei Hauptfiguren, welche wundervolle Dynamiken besitzen, denn auf eine gewisse Art und Weise gibt es viele Konflikte unter ihnen, doch spielt die Serie sie oft zu herzerwärmenden und lustigen Augenblicken aus, wo es sich dieser Anime ebenfalls nicht nehmen lässt, hier und da Verweise und Kritik an die christliche Religion und ihre Geschichte im Mittelalter, wie zum Beispiel die Hexenverbrennung, zu äußern. Genauso lässt sich Kritik an der Behandlung von “Andersartigen” finden. Die Tiermenschen würden wohl nicht großartig anders behandelt werden, wären sie zum Beispiel statt Tiermenschen dunkelhäutige Menschen in einem Land voller Hellhäutiger. Dieser Aspekt der Serie wird gerade in diesen ersten vier Folgen stark betont und findet neben der üblichen Kritik, die man in zahlreichen modernen Werken findet, auch noch einen interessanten Punkt darin, dass der tiermenschliche Protagonist eine große Abneigung gegen zahlreiche Leute seiner Art hat, weil viele zu diesen Monstern geworden sind, die die Menschen in ihnen sahen und so weiter das Bild verbreiten, als wären Tiermenschen tatsächlich Monster.
Die Interaktionen zwischen den drei Hauptfiguren ist jedoch nicht nur wegen der Konflikte in ihrem sozialen Stand so interessant, sondern auch einfach, weil ihre Persönlichkeiten so schön aufeinander prallen. Zum Beispiel hat Zero absolut keine Ahnung von der eigentlichen Welt, aufgrund ihrer hier nicht weiter genannten Hintergrundgeschichte, und besitzt so unter anderem nicht wirklich ein Schamgefühl, was gerade bei so einem ehrenvollen und stolzen Mann wie es der Tiermensch ist, zu witzigen Situationen führen kann. Natürlich sind diese Comedyeinlagen nichts hochanspruchsvolles und ich glaube auch, wenn es das ist, was man hier erwartet, sollte man lieber woanders suchen gehen, doch eine Serie muss ja nicht hochanspruchsvoll sein, um unterhaltsam zu sein und das ist Grimoire of Zero bisher alle Male.

Neben Comedy gibt’s aber auch einiges an Drama soweit und das wird bisher eher, sagen wir, okay behandelt. Der Konflikt in Folge zwei war unter anderem nicht ganz mein Fall, denn auch wenn er verständlich ist, haben wir Klischees dieser Art schon oft genug gesehen und da wäre es wohl wünschenswert gewesen, hätte dieser Anime etwas neues gemacht, als einen altbekannten Twist aus dem Hut zu ziehen. In Folge drei funktionierte das schon viel, viel besser, denn dort gab es unter anderem den Konflikt zwischen dem Tiermenschen und anderer seiner Art, welcher durchaus spannend zu beobachten war. Wie ich vorher schon andeutete, ist das Drama der Serie jedoch nicht unbedingt sein Verkaufsargument, sondern es bleibt bei den unterhaltsamen Dynamiken zwischen den Hauptfiguren, welche gerade in Episode eins schon so gut gesteckt werden, dass ich mich ziemlich schnell in dieser Welt verlieren konnte und ich weiter diese Reise beobachten wollte. Ernsthaft, Episode eins von Grimoire of Zero ist eine sehr starke, wenn auch tatsächlich sehr ruhige Prologfolge, die einen schönen Job dabei erledigt, Zero und den Tiermenschen vorzustellen.

Das einzige, was bisher deutlich schwach ausfällt, sind leider die Animationen. Das sah man gerade in Episode drei am besten, wenn es zu einem Kampf kam, was soweit eine Seltenheit war, aber dieser fühlte sich stock und steif an. Die Animationen der Serie könnte man viel eher so sehen, dass sie gerade so das notwendigste tun, was ziemlich schade ist, aber auch frühere Werke von White Fox waren nicht unbedingt dafür bekannt, die krassesten Animationen zu haben, sondern viel eher werden für die Projekte immer wieder talentierte Regisseure genutzt. Das kann man bei Grimoire of Zero jetzt aber leider auch nicht behaupten. Regisseur Tetsuo Hirakawa ist noch relativ neu, was Regie angeht und führte nur bei einem TV Film namens Light of the River vor Grimoire of Zero Regie. So fehlt leider auch eine wirklich kreative Aura, was das visuelle von diesem Anime angeht und es bleibt bei Kameraeinstellungen, Schnitten und co bei absoluter Durchschnittsware bisher.
Ganz anders sieht es da bei der Musik aus, die sehr viele westliche Fantasyeinflüsse vorzeigt. Sei es ein Spiel wie Skyrim oder die bekannte Herr der Ringe Trilogie, man hört deutlich die westlichen Einflüsse und das funktioniert wunderbar. Die Musik von Akito Matsuda, der unter anderem auch den Soundtrack von Sound! Euphonium zu verantworten hat, belebt die Fantasywelt von Grimoire of Zero auf eine sehr stimmungsvolle und schöne Art. Das kann sich wirklich hören lassen!

Was sich ebenfalls hören lassen kann, ist die deutsche Synchronisation. Bei der schieren Menge an Synchronisationen, die Universum Anime im Moment zu verantworten hat, hatte ich zuerst Angst, dass eventuell die sonst sehr hohe Qualität vielleicht etwas in die Knie gehen könnte, aber meine Angst wurde in den ersten Sekunden direkt gelegt. So wurde der begabte Jörg Hengstler, den man eventuell als deutsche Stimme von Quentin Tarantino kennt, wenn er sich mal wieder in seine eigenen Filme einbaut, als unser Protagonist, der Tiermensch, gewählt, was wie die Faust aufs Auge passt. Man hätte vermutlich niemand besseren nehmen können. Dazu spricht Luisa Wietzorek Zero und, wer mich kennt, weiß es vielleicht, aber verdammt nochmal, ich liebe ihre Stimme. Sie ist einer meiner Lieblingssprecherinnen und Animebegeisterte kennen sie vielleicht als die Hauptfigur von In This Corner of the World oder als Taiga in Toradora. Beide geben ausnahmslos ihr bestes! Gleichzeitig sind die Nebenfiguren stets gut besetzt, auch wenn der ein oder andere vielleicht etwas motivationslos klingen mag, was aber in allen Fällen bei der Performance unserer Hauptfiguren sofort zu vergessen ist.

Mein Fazit zu den ersten vier Folgen von Grimoire of Zero fällt, trotz des eher negativen vorletzten Abschnitts meiner Rezension, sehr positiv aus! Die Figuren und ihre Dialoge machen einfach zu viel Spaß, dass der bisher eher langweilige optische Eindruck mich da nicht zu groß stört. Ebenfalls muss ich sagen, dass ich normalerweise klassische westliche Fantasy, wo Grimoire of Zero eindeutig seine Einflüsse her hat, normalerweise nicht unbedingt mag, aber dieser Anime hat mich das bisher vergessen lassen. Wer also auf eine Reise mit interessanten und spaßigen Figuren Lust hat, sollte definitiv zugreifen!

Und noch etwas zum Abschluss: Da ich so lange für diese Review aufgrund von persönlichen Angelegenheiten gebraucht habe, gibt es die Rezension zu Volume 2 schon in zwei Tagen!

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© 2016 Kakeru Kobashiri/KADOKAWA CORPORATION AMW/Zero Magician Company

Typ: TV
Episoden: 12
Status: Finished
Release: April 10., 2017
Producers: White Fox
Genre: Comedy, Drama, Fantasy
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