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Reviews

The Perfect Insider - Anime Review

Ein wirklich spannendes Gedankenfestival

Nachdem am 7. Oktober endlich das finale Volume von The Perfect Insider erschien, ist es Zeit, meinen Senf zur kompletten Serie abzugeben. Ob es sich lohnt den Krimithriller lizenziert von Universum Anime anzuschauen, erkläre ich euch nun.

Story & Charaktere:

Es geht um die klügste Frau der Welt, Shiki Magata, ihren großen Bewunderer Souhei Saikawa und die Frau, die in Saikawa verliebt ist, Moe Nishinosono. Nishinosono und Saikawa reisen auf die Insel, auf der Magata 15 Jahre ihres Lebens schon eingesperrt in einem kleinen unterirdischen Raum lebt, doch rollt ihre Leiche ohne Glieder durch die Tür, als die zwei sie besuchen wollten. Nun gilt es - Der Mörder muss um jeden Preis gefunden werden und dabei erleben wir ein wirklich spannendes Gedankenfestival.
Neben dem eigentlichen Krimifaktor der Serie geht es dabei nämlich sehr gezielt um die Art und Weise, wie unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Vergangenheiten denken, wozu unsere drei Hauptfiguren großartig dienen - Magata, die den Menschen nur als eine weitere Form Tier betrachtet und ihre Eltern auf dem Gewissen hat; Professor Saikawa, der Magatas Denkweise als Vorbild nimmt, doch richtige Menschlichkeit nicht missen möchte und letztlich Nishinosono, die mit vielen Emotionen an die Handlung herangeht, da sie als kleines Kind ihre Eltern bei einem Flugzeugunglück verlor. Diese verschiedenen Umstände sorgen dafür, dass Nishinosono und Saikawa bei den Ermittlungen oft aneinander anecken, was für echt interessante Dialoge sorgt, denen ich spannend lauschte und denen man viel über die Art und Weise, wie die Figuren denken und man ebenso aber auch viel über sie selbst herausfinden kann. Dabei muss man wirklich auf die genaue Wortwahl achten, da man so ihrer eigentlichen Oberfläche an Charakter entrinnen kann und mehr über sie Bescheid weiß, womit man den Figuren natürlich besser folgen kann. An sich sind die drei Hauptfiguren fantastisch und sehr detailliert ausgearbeitet und da es bis auf diese drei Figuren sonst kaum wichtige Handlungsträger gibt, kommt man in den Genuss vieler intelligenter Dialoge. Die ganzen Nebencharaktere dienen eher dem eigentlichen Krimiplot, damit da ein bisschen Vorankommen herrscht. Manche werden dabei noch gut in die Handlung mit eingebaut, wie der Onkel von Magata, doch da mehr zu sagen, wäre ein böser Spoiler, den ich eher vermeiden möchte.
Der eigentliche Krimiplot ist dabei gar nicht mal so wichtig, wie man denken mag. Wie bereits erwähnt, steht dieses Gedankenexperiment, welches die Serie mit sich trägt, viel eher im Vordergrund, doch kann der Plot hin und wieder mit ungewöhnlichen, doch nachvollziehbaren Umständen punkten und wird gut um das Gedankenexperiment herum aufgebaut. So habe ich das Gefühl, dass der Plot eher dazu dient, dass der Autor Denkweisen von unterschiedlichen Menschen ausarbeiten wollte, als einen richtigen Krimi zu schreiben, was gerade für einen philosophisch interessierten Menschen wie mich toll zu verfolgen ist, doch viele Zuschauer wohl eher abschrecken wird, da The Perfect Insider damit definitiv keine leichte Kost ist. Vielleicht sollte der Autor Philosoph werden, damit würde er nämlich eher seine gewollte Zielgruppe erreichen.
Neben dem Krimi und Gedankenexperiment bietet The Perfect Insider eine eher unterschwellige Romanze, die sich gut in die Handlung einbaut und einen genauso gelungenen Abschluss in der letzten Folge findet. Lustigerweise bietet sie Konkurrenz und Missverständnisse wie in einer romantischen Komödie, was auch durch den Abschluss mir erst richtig bewusst wurde.

Optik:

Optisch ist die Serie auch recht gelungen. Der Mangaka, Inio Asano, den man eventuell durch sein Werk “Oyasumi Punpun” kennt, übernahm hier das sehr detaillierte Charakterdesign, was durch eine realistische Schönheit punkten kann. Damit will ich nicht ausdrücken, dass sein Charakterdesign in dem Sinne realistisch gehalten ist, dass die Figuren echten Menschen ähneln, sondern dass ihre eigentliche Ästhetik echten Menschen ähnelt. So haben wir als Hauptfiguren keine Beauty Queens, sondern eher realistisch schöne Figuren. Die restlichen Zeichnungen erledigen ihren Job, auch wenn es durch die Prämisse anfangs noch an Farbvielfalt fehlt und man viel Grau in Grau hat, doch durch die steigende Anzahl an optischen Spielerein und Metaphern, welche durch den Plot unterstützt werden, wird die Serie gegen Ende richtig bunt und die ganzen Metaphern sorgen für ordentlich Spaß beim Drübernachdenken. So haben CGI Effekte, die man eigentlich als unschön empfinden würde, plötzlich eine ganz andere Ästhetik, was, grob gesagt, ungewohnt ist. Man könnte glatt sagen, dass die Serie optisch mit Erwartungshaltungen spielt.

Sound:

Wie auch schon beim ersten Volume gibt es zum Sound nicht viel zu sagen. Die Musik bleibt durchgehend nicht vorhanden oder es werden klassische Musikstücke eingesetzt. An sich ist die Serie damit, natürlich abgesehen von den Sprechern, sehr ruhig, was die eher bedrückende Prämisse gut unterstreicht. Wir haben hier nun mal kein Explosionsfeuerwerk, sondern unterirdische graue Wände und eine einsame Insel, die sich mitten im Nirgendwo befindet, da kann eine recht stumme Soundkulisse auch für den richtigen Effekt sorgen. Dementsprechend lasse ich eine Punktbewertung für diesen Aspekt auf der Website aus.

Lokalisierung:

Hier habe ich nun wirklich wenig zu meckern. Die Sprecher sind gut besetzt und leisten entsprechende Arbeit, wo keine Stimme negativ auffallen kann. Einzig und allein der echt lange englische Dialog im zweiten Volume sorgte für Schmunzeln, da man sich viel zu viel Mühe gab, die englischen Worte richtig auszusprechen, statt den Charakter der jeweiligen Figur beizubehalten. Dabei bin ich trotzdem sehr froh, wie gut man es in der gesamten Serie geschafft hat, die Dialoge zu übersetzen, sodass nur sehr wenig bis gar nichts von dem tiefgründigen Sinn der Dialoge verloren ging.

Fazit:

Mögt ihr es eher philosophisch und habt bereits den Film “The Sky Crawlers” genossen, welcher vom gleichen Autor wie The Perfect Insider stammt, dann ist man hier genau richtig, denn auch wie The Sky Crawlers haben wir hier eine sehr ruhige und bedrückende Serie, die mit echt klugen Dialogen und sehr gut ausgearbeiteten Hauptfiguren daher kommt, obwohl deswegen der eigentliche Krimiaspekt eher untergeht und daher die Serie nichts für Leute ist, die einen richtigen Krimi erwarten. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß mit den 11 Episoden von The Perfect Insider.

ThePerfectInsider(01).jpgThePerfectInsider(02).jpg

© MORI Hiroshi,KODANSHA/THE PERFECT INSIDER Committee 

Fanart by The Tangles

Typ: TV
Episoden: 11
Status: Finished
Release: Oktober 09., 2015
Producers: A-1 Pictures Inc.
Genre: Krimi, Thriller
Story
Grafik
Charaktere
8,3
SoundCloud / YouTube




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