man findet uns ansonsten noch unter
soundcloud youtube facebook twitter E-Mail
Wenn ihr zu unserer Community gehören wollt müsst ihr uns nur bei einem dieser Socialnetworks followen, liken oder auch abonnieren! Jeder Kommentar wird zur Kenntnis genommen und bewerben könnt ihr euch bei uns auch! Wir suchen immer aktive Mitglieder ob Caster, Springer oder auch nur als Qualitätskorrektur, neue Mitglieder im Team sind immer willkommen. Schickt uns eure Bewerbungen an unsere E-Mail Adresse, wir freuen uns über jede!
Animeslam - der beste deutsche Animepodcast

Reviews

New Game - Anime Review

Zuckersüße Spieleentwickler

Auch nach jahrelangem Anime schauen wundert es mich immer wieder, dass schlichte Alltags-Serien zur „Grundunterhaltung“ in Japan gehören. Keine großen Abenteuer, keine romantischen Verwicklungen, kein Drama – nur Schul- oder Berufsalltag. Käme so was im deutschen Fernsehen, würde ich ihm wohl kaum Beachtung schenken. Aber bei so einer Serie wie „New Game“ werde ich immer sofort schwach. Die Japaner sind halt einfach die Meister vom „Slice of Life“. Auch wenn „New Game“ im Grunde nur „Moe“ mit leichtem Fanservice und dem typischen „niedliche Mädels, die niedliche Dinge tun“ Schema ist – ich finds großartig.

Story

Die Handlung ist wie zu erwarten einfach gestrickt. Unsere Heldin Aoba erfüllt sich ihren Traum und fängt gleich nach der Schule bei einem Videospieleentwickler an zu arbeiten. Und zwar direkt bei der Firma, die ihre Lieblingsspiele aus ihrer Kindheit produziert hat. Natürlich ist ihr Arbeitsplatz voller hübscher Mädchen, die alle ihre kleine Eigenarten und Macken haben – so wie sich das gehört. Unsere Aoba gewöhnt sich schon bald an ihr Umfeld, freundet sich mit ihre Kolleginnen an, lernt ihr Handwerk schnell und ist natürlich sehr tüchtig. Und der Abgabe-Termin für das neue Spiel steht auch bald vor der Tür. Allzu viel passiert nicht.

Der Arbeitsalltag bei einem Spieleentwickler ist an sich schon eine eher frische Idee. „New Game“ bleibt hier bei leichter Unterhaltung und verlässt nie wirklich seine gemütliche Gangart. Es kommen keine außergewöhnlichen Hindernisse auf und es gibt auch keine Kritik an der Arbeitswelt. Die vielen Überstunden sind zwar allgegenwärtig, werden aber eher dargestellt als notwendiges Übel, das man für die Erfüllung seiner Träume gern in Kauf nimmt. Den Prozess der Spiele-Entwicklung zeigt die Serie auch nicht in allen Einzelheiten, besonders da unsere Aufmerksamkeit fast ausschließlich bei dem Design Team liegt, aber immer wieder beweisen die Macher mit kleinen Details, dass sie durchaus etwas von der Videospielszene verstehen, was sehr zu begrüßen ist. Trotzdem ist das Zusammenspiel der Charaktere immer im Vordergrund und der Rest ist eher Nebensache.

Charaktere

Die Charaktere und ihre Interaktionen sind bei so einer Serie selbstverständlich das Herzstück der Angelegenheit. Auf den ersten Blick werden die Stereotypen ganz gut bedient. Das aufgeweckte sportliche Mädel darf genauso wenig fehlen wie die schüchterne, wortkarge Schönheit und natürlich haben wir auch eine im Angebot, die auf den ersten Blick ganz normal wirkt, dann aber mit kräftigen Kansai-Dialekt los schmettert und Plüschtiere mit Horror-Optik sammelt. Dann haben wir da noch die Charakterdesignerin, Aobas großer Schwarm, die auf Äußeres weniger Wert legt und gerne in bequemen Klamotten zur Arbeit kommt. Sie würde auch in ihrer Unterhose durch die Firma latschen, wenn sie damit durchkommen würde. Alle Charaktere haben noch andere Seiten, die wir im Laufe der Serie kennenlernen, aber sie haben alle gemeinsam, dass sie äußerst charmant, attraktiv und zum Teil schon fast unverträglich süß sind. Typisch „Moe“ eben. Es gibt zwar keine größere Charakterentwicklung, außer vielleicht bei unserer Heldin Aoba, aber Tiefgang haben die Charakter schon zu bieten. Und da wir immer nur stückchenweise etwas Neues erfahren, kommt auch keine Langeweile auf.

Optik

Wie in allen Bereichen, ist „New Game“ auch beim Visuellen ein gutes Stück besser gemacht als man es bei so einer Serie erwarten mag. Das Charakterdesign ist durchgehend gut gelungen und die Qualität bleibt auf dem selben hohen Niveau, auch wenn die Linienführung etwas simpel ist. Die Animationen sind teilweise richtig fein, auch wenn sie nicht ganz an den „Slice of Life“ König Kyōto Animation herankommen. Vor der Konkurrenz verstecken müssen sie sich keinesfalls. Mir haben besonders die Farben und die Schattierungen gefallen. Klar ist die Palette arg auf das Niedliche abgestimmt und hat viele sanfte Rosa-Töne aber sie schafft es trotzdem schön bunt zu sein ohne ins Quietschbunte abzudriften. Die Schattierungen sind besonders bei den Haaren ziemlich aufwendig und man sieht oft Drei-Ton-Schattierungen samt Glanzlichtern, statt den üblicheren zwei Farbtönen.

Sound

Bei so einer sorglosen und spaßigen Serie fällt die Musik manchmal nicht so sehr ins Gewicht. Bei „New Game“ hält sie sich auch eher im Hintergrund und am ehesten macht sich die spielerische Melodie für die lustigen Szenen bemerkbar. Dafür sind das Opening und Ending richtig gut gewählt. Bei fröhlichem und pappsüßem J-Pop fühle ich mich eigentlich eher fremd, aber hier sind die Lieder wirklich leicht anzuhören und passen zur Stimmung wie angegossen. Ich hab mich oft genug dabei ertappt wie ich einfach das Opening laufen gelassen hab anstelle es wie üblich zu überspringen. Gar nicht mal schlecht, für J-Pop.

Die Synchronsprecher sind im Großen und Ganzen richtig gut dabei, auch wenn einige Stimmen mir manchmal ein wenig zu süß und schrill sind. Bis auf Hikasa Yōko als die Charakterdesignerin Yagami Kō sind mir aber keine der Sprecherinnen besonders ans Herz gewachsen. Das soll aber jetzt nicht unbedingt als Kritik gelten. Das Niveau ist einfach durchgehend ziemlich hoch, so dass es schwerfällt sich Favoriten auszuwählen.

Fazit

Ganz fluffige, leichte Unterhaltung. Mehr darf man bei „New Game“ nicht erwarten. Auch wenn die Prämisse noch nicht so oft vorkam, hat die Serie viele Verwandte, wie zum Beispiele „Servant x Service“ und sie sticht allerhöchstens durch ihre überdurchschnittlich hohe Produktionsqualität aus der Masse heraus. Man könnte der Serie vorwerfen, dass sie die harte Realität der Arbeitswelt etwas zu versüßt darstellt aber es sollte von Anfang an klar sein, dass die Serie keine unlauteren Motive hat und einfach nur Spaß haben will. „New Game“ ist eine Slice of Life zum Wohlfühlen und für Zwischendurch als leichter Snack definitiv empfohlen.

NewGame(01).jpgNewGame(02).jpg

Typ: TV
Episoden: 12
Status: Finished
Release: Juli 04., 2016
Producers: Studio Doga Kobo
Genre: Slice of Life, Comedy
SoundCloud / YouTube




weitere Reviews und News