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Reviews

Der Junge und das Biest - Anime Film Review

Ein aufregender Spaß für die ganze Familie

Was passiert, wenn der Typ hinter Ame und Yuki und Sommer Wars einen Film macht? Man lacht viel und man weint ein bisschen - Das ist bei Der Junge und das Biest nicht anders.

Story:

Es geht um einen Jungen, dessen Mutter verstarb und sein Vater unerreichbar scheint. Weil er bei seinen neuen Betreuern nicht leben möchte, flüchtet er und begegnet Kumatetsu, einem sprechenden Bären, der den Jungen zum Schüler nehmen möchte. Nachdem der Junge Kumatetsu folgt, landet er in dem Tierreich, wo nur auf zwei Beinen laufende und sprechende Tiere friedlich miteinander leben. Der Junge bekommt von Kumatetsu den Namen Kyuuta, welcher nun anfangs noch unfreiwillig von Kumatetsu trainiert wird. Das alles ist gerade Mal der Anfang vom Film, da es noch um vieles, vieles mehr geht. Zum Beispiel geht es um den Kampf zwischen Kumatetsu und einem Wildschwein namens Iouzan, da beide die Möglichkeit haben, zum nächsten Großmeister der Stadt zu werden, Kumatetsu jedoch viel zu draufgängerisch dafür ist und deswegen viel von Kyuuta lernt, was Benehmen angeht. In der zweiten Hälfte spielt dazu noch ein gewisser Wandel von Kyuuta eine wichtige Rolle, wenn er die Menschenwelt neuentdeckt und viele neue Dinge lernt, wobei eine kleine Romanze mit einem klugen Mädchen entsteht.
Inhaltlich ist der Film vollgestopft und erzählt auf großartige Art und Weise in zwei Stunden eine Geschichte voller Emotionen, in denen man in der ersten Hälfte noch viel lacht und in der zweiten Hälfte man den Tränen nahesteht. Als schließlich die Credits zu sehen waren, liefen sogar Tränen mein Gesicht hinab, da ich mehr wollte und dennoch ein bezauberndes Abenteuer mit Kyuuta und Kumatetsu erlebte. Ein Abenteuer über Väterlichkeit, Menschlichkeit, Vertrauen, Stärke und Wissen. Selten hielt mich ein Film so bei Stange, sodass ich keine einzelne Sekunde verpassen wollte. Dabei kommt einem die Erzählung nicht mal wirklich schnell vor, auch wenn viele Themen angeschnitten werden, da sich für die richtigen Szenen, die richtige Zeit genommen wird. So zum Beispiel wenn Kyuutas älter werden in wenigen Sekunden gezeigt wird - Sein Leben bestand in diesen paar Jahren halt aus nicht mehr als Lernen, wobei man danach eindeutig erzählt bekommt, wie er sich dabei verändert hat.

Charaktere:

Ein großer Pluspunkt in diesem Film machen natürlich die äußerst interessanten und sympathischen Charaktere aus. Kyuuta hat so anfangs noch mit dem Verlust seiner Mutter zu kämpfen, wobei er sogar noch in eine völlig neue Welt geschmissen wird, der er noch mit Trotz entgegensteht, bis er Kumatetsu besser kennenlernt und Kyuuta so äußerst offen wird, bis er sich in der zweiten Hälfte wieder verändert. Er macht eine so gute und völlig nachvollziehbare Charakterentwicklung durch, sodass man nachdem Film eigentlich noch viel mehr von ihm sehen möchte. Er ist jedoch nicht der einzige, der sich verändert und entwickelt, denn auch unser anfangs noch draufgängerischer Kumatetsu entwickelt mit der Zeit so etwas wie ein Vatergefühl für Kyuuta, was ihm zu einem wesentlich anständigerem Bären macht, er allerdings noch immer irgendwie er selbst bleibt. Auch die ganzen Nebenfiguren machen allesamt interessante Entwicklungen durch. Kyuutas späterer Rivale ist so zum Beispiel spannend zu beobachten. Vor allem da der Film es in wenigen Minuten schafft, die Hintergrundgeschichte und somit den Charakter dieses Rivalen gut zu erzählen.
An sich habe ich jeden Charakter in diesem Film äußerst lieb gewonnen. Sei es Kumatetsu, Kyuuta oder Kyuutas Liebesinteresse, die natürlich auch Entwicklung durchmacht! Kein Charakter in diesem Film dient als Plotdevice oder Füllung - Nein, jeder erlebt seine eigene Geschichte und das finde ich absolut großartig.

Optik:

Der Junge und das Biest ist nicht nur inhaltlich wunderschön, sondern auch optisch. Diesen warmen und beherzigten Stil, ich wüsste nicht, wie es anders ausdrücken sollte, dürfte man zum Beispiel schon von Ame & Yuki kennen, sowie die wundervollen und äußerst detaillierten Hintergründe. Dazu unterhalten auch die wirklich toll choreographierten Kämpfe, in denen viel Schwung und Bewegung steckt. Hin und wieder findet CGI seinen Einsatz, so zum Beispiel bei Fahrzeugen oder Komparsen, aber fällt da eigentlich kaum auf, da das CGI wie gezeichnet aussieht. Ich weiß, das klingt komisch, aber es ist so. Ich kann den Film optisch nur loben.

Sound:

Auch hier hört das Lob nicht auf. Der Soundtrack besteht aus tollen traditionell japanisch klingenden Stücken, so wie aus aufbrausenden Orchestern und wenigen ruhigen Klavieren. Ebenfalls unterhält das Aufprallen der Schwerthüllen aufeinander oder das Chaos gegen Ende, in dem Explosionen lautstark Brücken und Autos in Fetzen reißen. Auf ganzer Linie ordentliche Leistung, am besten vom Ton unterhält jedoch wirklich der Soundtrack.

Lokalisierung:

Universum Anime und Eurosync GmbH haben bei der Synchronisation eine prachtvolle Leistung abgelegt. Kyuuta wird so in der ersten Hälfte zwar noch recht eindeutig von einer Frau gesprochen, der Sprecherin von Tracer in Overwatch oder Yui in Angel Beats, aber im Eigentlichen passt das. Sein Sprecher ab der zweiten Hälfte gefiel mir aber noch besser, da der den aufmüpfigen jugendlichen Ton gut hinbekam. Ebenfalls mag ich die tiefen Stimmen von Kumatetsu und Hyakushuubou, das ist der Schweinemann, sehr gerne. 25 Euro sind dazu ein wirklich fairer Preis für einen zweistündigen Animefilm.

Fazit:

Der Junge und das Biest ist ein wahres Meisterstück, das inhaltlich vollgestopft sein mag, aber sich großartig zu erzählen weiß und mit fantastischen und sympathischen Charakteren einen Platz in jedem Herzen finden dürfte. Die schöne deutsche Synchronisation sorgt dafür umso mehr, dass man sich diesen Film auch im deutschen Hause ruhig mit der ganzen Familie anschauen kann. Ich empfehle diesen Film absolut jedem!

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© 2015 THE BOY AND THE BEAST FILM PARTNERS

Typ: Film
Episoden: 1 (118 Minuten)
Status: Finished
Release: July 11., 2015
Producers: Studio Chizu
Genre: Action, Comedy, Drama
Story
Grafik
Sound
Charaktere
9,0
SoundCloud / YouTube




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